FV Rot-Weiss 93 Olbersdorf : FV Eintracht Niesky 2:1 (1:0)
FV Rot-Weiss 93 Olbersdorf : FV Eintracht Niesky 2:1 (1:0)
Tore: 1 : 0 – Sven Klausch (13.) , 2 : 0 – Robert Wunderlich (77.) ,
2 : 1 – Piotr Stepniewicz (83., FE)
Bericht FV Rot-Weiss 93 Olbersdorf:
Zum Abschluß der Hinrunde kam es auf der Kantstraße zum
Aufeinandertreffen gegen den Spitzenreiter Niesky. Zur Überraschung
aller, bestimmten die Gastgeber die ertse Halbzeit. Bereits in der
ersten Viertelstunde erspielten sich die Rot-Weißen drei gute Chancen,
wobei die dritte über einen schönen Spielzug aus dem Mittelfeld durch
Sven Klausch zum 1.0 genutzt wurde.Der Spitzenreiter fand überhaupt kein
Mittel gegen das schnelle, direkte Spiel der Gastgeber. Erst nach 25
Minuten gab es die erste Chance, als nach einer Flanke von halb links
zwei Nieskyer am langen Pfosten freistehend den Ball verpassten. Danach
war aber Olbersdorf weiter am Drücker. Der einzige Vorwurf an die
Olbersdorfer ist das Sie in der 1. Halbzeit nicht das 2.0 erzielten. In
der zweiten Halbzeit war es ein verteiltes Spiel, Niesky kam besser ins
Spiel ohne wirklich gefährlich vors Olbersdorfer Tor zu kommen. Aber
nach einer roten Karte in der 67. Minute für Niesky und einem Tor in der
75. Minute durch Robert Wunderlich nach einer Einzelleistung durch
Robert Jungmichel. damit war das Spiel entschieden, auch wenn Niesky den
Anschlusstreffer durch Elfmeter ran kam, war der sieg völlig verdient
für Olbersdorf.
Bericht FV Eintracht Niesky:
Zum Abschluss der Hinrunde mussten die Nieskyer nach Olbersdorf reisen. Naja, nicht ganz. Das Spiel fand auf dem Hartplatz an der Zittauer Kantstraße statt. Gewarnt war der Tabellenführer, denn die Gastgeber besiegten an gleicher Stelle Neugersdorf 2. mit 1 : 0 sowie Zittau mit 2 : 1 und waren seit 4 Spielen ungeschlagen.
Die Partie entwickelte sich langsam. Ein Ballverlust von Martin Hilbrich im Mittelfeld führte zur ersten Möglichkeit für die Gastgeber, doch Eintrachtkapitän und Torwart Sebastian Pätzold klärte zur Ecke (8.). Kurz darauf sprang der Olbersdorfer Sven Klausch Felix Maiwald in Kung-Fu-Manier an die Brust, dass der an der Seitenlinie behandelt werden musste. Schiedsrichter Christoph Herrich aus Dresden zeigte für diese brutale Attacke nicht einmal eine Karte. Aus dieser Situation resultierte ein schneller Gegenzug der Gastgeber, die nach einem Doppelpass die Führung erzielten, bei der Sebastian Pätzold im Nieskyer Tor machtlos war. Erst in der 18. Minute gaben die Gäste ein erstes Torschüsschen auf das Tor der Gastgeber ab, doch der Ball wurde zur Ecke abgewehrt. Die größte Möglichkeit zum Ausgleich ergab sich, als Martin Hilbrich einen Eckball kurz auf Stefan Herrmann spielte und der zu Rudi Lätsch passte, der den Kopfball aus 3 Meter Entfernung nicht im Olbersdorfer Tor unterbrachte (25.). Der Schlussmann der Gastgeber bewegte sich in dieser Situation keinen Millimeter. Nach einem erneuten Nieskyer Eckball bekam Mirko Ebert den Ball vor seine Füße und zog aufs kurze Ecke ab, der Olbersdorfer Torwart hielt (36.). In der Schlussminute der ersten Halbzeit unterlief Tobias Gauernack ein Fehler in der Gegnerischen Hälfte. Ein Konter der Gastgeber war die Folge, doch Sebastian Pätzold klärte zur Ecke.
In der 2. Halbzeit hatten die Nieskyer zwar mehr Ballbesitz, spielten aber ihre Spielzüge nicht konsequent zu Ende und konnten sich so auch keine richtig gefährliche Torchance erarbeiten. Dies gelang den Olbersdorfer auch nicht. Es war ein Spiel, welches im Mittelfeld hin und her wogte. Der Anfangs noch in gutem Zustand befindliche Hartplatz wurde mit immer schlechter und ließ nun auch manche gute Aktionen verpuffen. Die Gastgeber waren weiter bis in die Haarspitzen motiviert, hielten permanent drüber und machten genau das, was den Nieskyern nicht gefällt. Dabei versuchten die Rand-Zittauer mit ALLEN Mitteln das Eintrachtspiel kaputt zu machen und agierten dabei auch über die Grenzen der Fairness hinaus. Der Unparteiische hatte diese überharte Gangart der Gastgeber schon von Anfang an nicht unterbunden und spielte leichtfertig mit der Gesundheit der Spieler. So kann man nur von Glück sprechen, dass Sebastian Pätzold im Nieskyer Tor die Aktionen auf seine Knöchel mit blauen Flecken überstand und nicht im Krankenhaus endete. Die etwas einseitige Sichtweise und unterschiedliche Auslegung von Fouls des Schiedsrichters gipfelte in einer Roten Karte für Rudi Lätsch (67.), der seinen Gegenspieler nach eigenen Aussagen und denen anderer Spieler nicht einmal berührt hatte. Trotzdem gaben die Nieskyer nicht auf. Nach einem von zahllosen Freistößen zog Stefan Herrmann ab, der Olbersdorfer Torwart ließ prallen, doch beim Nachschuss stand Tobias Gauernack im Abseits (76.). Unmittelbar danach verlor die Eintracht den Ball im Mittelfeld. Stefan Herrmann stand allein gegen 3 Olbersdorfer, die aus stark Abseitsverdächtiger Position das 2 : 0 erzielten. Aber die Nieskyer kämpften weiter. Nach einem Freistoss erhielt Mirko Ebert den Ball, spielte seinen Gegenspieler aus und wurde im Strafraum zu Fall gebracht. Den fälligen Strafstoss verwandelte Piotr Stepniewicz sicher zum Anschlusstreffer. Eine Minute später pfiff der Ball nach einem Olbersdorfer Konter übers Eintrachttor. Auf der Gegenseite erneut Freistoss. Piotr Stepniewicz legte auf Stefan Herrmann auf die linke Seite, der ging noch ein Stück zog ab, der Torwart der Gastgeber ließ prallen, doch die Nieskyer kamen nicht zum Nachschuss. Der Unparteiische hatte die Aktion abgepfiffen, da ein Olbersdorfer seinen eigenen Schlussmann umgerannt hatte (86.). Auch die 4-minütige Nachspielzeit überstanden die Gastgeber, weil sie clever genug den Ball laufen ließen, wenn sie dessen Besitz waren, und sich auch sonst VIEL Zeit ließen.
Eintrachttrainer Andree Gauernack sagte nach der Partie, dass dieses Spiel eigentlich keinen Sieger verdient hatte. Die Olbersdorfer haben ihre Vorteile aus ihrer Härte, die der Unparteiische zuließ, und dem Platz gezogen. Davon ließen sich die Nieskyer, die für Allerweltsfouls bestraft wurden, zu sehr beeindrucken und fanden nicht zu ihrem Spiel. Trotzdem machte Andree Gauernack seinen Jungs keinen Vorwurf, auch weil sie nicht nur Personell „aus dem letzten Loch pfeifen“. Trotz der Niederlage können sich die Nieskyer über den Herbstmeistertitel freuen! GLÜCKWUNSCH!!! (jöh)
Niesky: Pätzold, Schönherr (GK, ab 69. N. Herrmann), Lätsch (RK), Dybka, Brückner, Ebert, Hilbrich (GK), Maiwald (GK), Stepniewicz (GK), Gauernack, St. Herrmann
Olbersdorf: Grollmisch, R. Jungmichel, Strathausen, Günther, Keichel, Hoffmann, Klausch (ab 89. Schattel), Scholz, M. Jungmichel (GK), Ursinus (74. Linke), Wunderlich (GK, 90. Grötzschel)
Schiedsrichter: Christoph Herrich (Dresden) SRA 1: Philipp Jacob (Pirna)
SRA 2: Felix Mesow (Graupa)
Zuschauer: 70