Skip navigation

Empor Löbau II - Aufbau Kodersdorf 1:4

Zuschauer: 20

 

Torfolge:

 

0-1, 9. Min., Marcus Lobedann

0-2, 23. Min., Stefan Kulke

1-2, 61. Min., Pavel Frij

1-3, 63. Min., Sandro Stricker

1-4, 69. Min., Marcus Lobedann

 

Gelbe Karte: David Hoffmann (FSV)

 

Bericht:

 

Da das Spiel der Vorwoche beim SV Zodel aufgrund von akuten Personalmangel abgesagt werden musste, empfing man an diesem 20. Spieltag den Tabellen-3. aus Kodersdorf. Nachdem am Vormittag sich noch ein Spieler der Heimmannschaft krankheitsbedingt abmeldete, bestritt man dieses Spiel mit einem Kader von 11 Mann.

 

Das Spiel begann wie man es erwarten konnte, der Gast aus Kodersdorf übernahm sofort das Kommando und ließ den Ball gefällig durch die eigenen Reihen laufen. Klare Torchancen sollten sich aber noch nicht ergeben, da der letzte Pass meist von der vielbeinigen abgefangen wurde, oder ,der am heutigen Tag bestens aufgelegte, Torhüter Michael Bittner fing die Bälle sicher ab. Ein Eckball auf den langen Pfosten brachte dann die verdiente Führung für Kodersdorf, als der Ball Marcus Lobedann fand, dieser hochstieg und einköpfte. In Folge erspielte sich auch der FSV ein paar Möglichkeiten, welche jedoch nicht zum Torerfolg führten. Ansonsten das gewohnte Bild Kodersdorf bestimmte das Spiel und Löbau lief die Räume rund 25 Meter vor dem Tor geschickt zu. Nach einem schlampigen Anspiel aus dem eigenen Strafraum heraus lud man den Gast jedoch zum 0-2 ein, da bereits alle im Vorwärtsgang waren. Torschütze Stefan Kulke wurde durch eine schöne Flanke bedient und köpfte nicht scharf aber platziert ein. Nach einer guten halben Stunde musste dann der heimische FSV einen weiteren Schock verdauen. Kapitän David Lehmann ging mit dem Kopf zum Ball, wurde hierbei aber vom gegnerischen Spieler bzw. von dessen Stollen am Kopf getroffen, eine vollkommen unglückliche Aktion und dem Kodersdorfer Spieler trifft keinerlei Schuld. Es entstand eine 3 cm lange Platzwunde und da man kein Risiko eingehen wollte, wurde der Kapitän aus dem Spiel genommen, um in der Notaufnahme geklammert werden zu können. Da kein Wechselspieler zur Verfügung stand, war die Heimmannschaft nun ein Mann weniger und machte das aber bemerkenswert gut. Bis zur Halbzeit sollte dann kein weiteres Tor folgen.

 

In der 2. Spielhälfte rannte dann der Gast aus Kodersdorf wieder im Minutentakt an, aber irgendwie merkte man, dass die Spieler nicht so richtig wussten, wie man mit der nummerischen Überzahl umgehen sollte. Löbau hingegen kämpfte leidenschaftlich im Kollektiv und spielte nun auch ihre Konter phasenweise besser aus. In der 61. Minute nahm dann Stürmer Sebastian Schack sein Herz in die Hand und schoss mit einem wuchtigen Schuss aufs Gehäuse der Gäste. Torhüter Mario Pahl reagierte glänzend und lenkte den Ball an die Unterkante der Latte, der Ball sprang von da gegen den Pfosten sowie auf die Torlinie. Einige Spieler und Zuschauer hatten da schon den Torschrei auf den Lippen, aber A-Jugend-Spieler Pavel Frij setzte energisch nach und schob das Spielgerät endgültig über die Linie. Damit war das Spiel ein wenig auf den Kopf gestellt und es sollte noch einmal einen Motivationsschub für die letzten 30 Minuten geben. Die Gäste schauten sich nach diesem Anschluss fragend an, aber sofort übernahmen sie wieder die Kontrolle. Ein aüßerst sehenswerter, verdeckter und vorallen unhaltbarer Schlenzer von Sandro Stricker stellte bereits 2 Minuten später den alten Toreabstand wieder her. Wer weiß was passiert wäre, wenn dieses Tor nicht nur wenige Sekunden nach dem Anschluss gefallen wäre. So wurde es natürlich für die aufopferungsvoll kämpfenden Löbauer immer schwerer und mit dem 1-4 in der 69. Minute durch Marcus Lobedann war das Spiel endgültig entschieden. Die letzten 20 Minuten waren dann wieder das gewohnte Bild, Kodersdorf kombinierte und der FSV stand gut und konterte noch vereinzelt. Der gutleitende Schiedsrichter Klaus Walkowiak pfiff das außerordentlich faire Spiel nach 1 Minute Nachspielzeit ab.

 

Fazit:

 

Ein vollkommen verdienter Sieg der Gäste aus Kodersdorf. Aber auch die Löbauer können mit dem Spiel zufrieden und stolz sein. Man hat einem starken Gegner 60 Minuten lang in Unterzahl Paroli geboten und ist sogar zum Anschluss gekommen. Noch vor 2 Jahren hätte man das Spiel mit 7, 8 oder mehr Gegentoren verloren, aber die Mannschaft hat sich spielerisch und vorallen charakterlich stark entwickelt. Dies ist nicht der Verdienst vom Trainer, Mannschaftsleiter oder einzelnen Spielern, sondern vielmehr der Wille von allen, alles für das Team zu geben, auch wenn man keinen "20-Mann-Kader" hat. Wenn man so auch die restlichen Spiele der Saison bestreitet, werden mit Sicherheit noch ein paar Punkte auf das Konto wandern.